Schwäbisch Gmünd (sv). Mit ein wenig Verspätung konnte das Erste der Jubiläums-SchwörhausKonzerte in der diesjährigen Konzertsaison am Sonntag, 11. Juli, über die Bühne gehen. Die Konzerte werden in diesem besonderen Jahr alle von ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Musikschule bestritten.
Mit Lena Kuhn (Violine) und Cornelia Felber (Klavier) kamen zwei junge Musikerinnen zurück in ihre musikalische Heimat, die beide noch studieren. Beide kennen sich noch aus ihrer Musikschulzeit und präsentierten sich als ein bestens aufeinander eingespieltes Duo. Mit der Fantasie und Sonate in c Moll von Mozart für Klavier solo wurde der Abend eröffnet und Cornelia Felber konnte auf dem großen Steinway Flügel ihre ganze Anschlagskunst zeigen.
In zwei Sätzen aus der sogenannten Kreutzer Sonate von Beethoven erlebte das zahlreiche Publikum Kammermusik auf sehr hohem Niveau, gefolgt von der hochexpressiv vorgetragenen Polish Caprice für Violine solo von Grażyna Bacewicz, einem modernen Werk, das so gar nichts von einer Caprice hat. Nach der Pause dann die große Sonate in c-moll des norwegischen Komponisten Edward Grieg. Das war Romantik pur, große Linien, großer Ausdruck und dementsprechend großer Applaus der begeisterten Zuhörer galt den zwei Musikerinnen, die das schülerhafte längst hinter sich gelassen haben und zur eigenen künstlerischen Aussage gefunden haben.