Einst Schülerinnen der Städtischen Musikschule - heute Profis
Schwäbisch Gmünd (sv). Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Städtischen Musikschule treten in diesem Jahr ausschließlich ehemalige Schülerinnen und Schüler der Musikschule, die Musik zu ihrem Beruf gemacht haben, in den Schwörhauskonzerten auf.
Am Samstag, den 19. September, um 19 Uhr, geben Sopranistin Natasha Schnur und Friederike Sieber am Klavier einen Liederabend in der Städtischen Musikschule unter dem schönen Motto: Und morgen wird die Sonne wieder scheinen…
Natasha Schnur und Friederike Sieber haben sich vor Monaten in Hamburg wiedergetroffen. Beide erhielten ihren ersten musikalischen Unterricht an der Städtischen Musikschule in Schwäbisch Gmünd. Friederike Sieber hat in Hamburg ihre Studien abgeschlossen und lebt seither im hohen Norden. Natasha Schnur lebt in Berlin, derzeit arbeitet sie projektbezogen im NDR-Chor in Hamburg. Beide nutzen die Zeit des Wiedersehens um ein gemeinsames Lied-Programm zu erarbeiten, dessen erste Aufführung am 19. September in Schwäbisch Gmünd in ihrer alten Musikschule stattfindet. Das Programm umfasst Kompositionen aus mehr als zwei Jahrhunderten, es kommen Lieder von Schubert, Strauss, Zemlinsky und Korngold bis hin zu Aaron Copland und Jake Heggie zum Vortrag. Nach den für den Konzertbetrieb zurückliegenden schweren Monaten, präsentieren die beiden Musikerinnen mir diesem Programm einen lebensbejahenden, tröstenden und zuversichtlichen Liederabend.
Die Sopranistin Natasha Schnur war Schülerin an der Städtischen Musikschule in den Fächern Gesang und Klavier.
Sie schloss 2016 ihr Masterstudium bei Prof. Donald Litaker an der Hochschule für Musik Karlsruhe ab. 2017 erhielt sie einen Master of Music (Early Music Voice) von der Yale University, wo sie in der Klasse von Prof. James Taylor studierte. Mit ihrem Abschluss erhielt sie den Margot Fassler Prize for the Performance of Sacred Music. Während ihres Studiums in den USA sang sie in zahlreichen Produktionen unter der Leitung von Dirigenten wie David Hill, Masaaki Suzuki und Nicholas McGegan. 2017 entstand die Aufnahme des Deutschen Requiems von J. Brahms in der Bearbeitung für Kammerorchester von Iain Farrington (Yale Schola Cantorum, David Hill, Hyperion Records). Zahlreiche Meisterkurse gaben ihr wichtige Impulse für ihr künstlerisches Schaffen; u.a. bei Agnès Mellon (Händelakademie Karlsruhe), Anne Le Bozec (französische Mélodie), Christian Gerhaher und Gerold Huber (Lied) und Emma Kirkby und Jakob Lindberg (Lautenlieder). Nach dem Studium zog sie nach Berlin, um für eine Saison mit dem RIAS Kammerchor zu singen. 2017/18 war sie eine der sechs Sänger der Akademie Le Jardin des Voix unter der Leitung von William Christie und Paul Agnew (Les Arts Florissants). Das Programm An English Garden kam an vielen internationalen Konzerthäusern zur Aufführung u.a. in der Cité de la Musique (Paris), dem Auditorio Nacional de Música (Madrid), dem Tschaikowsky Konzertsaal (Moskau) und der Barbican Hall (London). Natasha musiziert regelmäßig mit dem Vocalensemble Rastatt/Les Favorites (Holger Speck), der Bachakademie Stuttgart (Hans-Christoph Rademann), Il Gusto Barocco (Jörg Halubek) und Les Arts Florissants (William Christie/Paul Agnew). 2019 nahm sie mit Il Gusto Barocco die Marienvesper von Claudio Monteverdi auf (SWR/cpo). Neben ihrer Konzerttätigkeit im Bereich der Alten Musik widmet sie sich auch, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Edgar Mann, der zeitgenössischen Musik. Ihrer Leidenschaft für das Lied widmet sie sich in Liederabenden mit den Pianisten Markus Hadulla und Friederike Sieber.
Sie studierte an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Donald Litaker und an der Yale University bei Prof. James Taylor, wo sie sich auf alte Musik spezialisierte. Sie erhielt das Hugh Porter Stipendium von dem Institute of Sacred Music Yale, sowie den Margot Fassler Preis für die Aufführung geistlicher Musik. Während ihrer Zeit in Yale sang Natasha Schnur in Produktionen unter der Leitung von Masaaki Suzuki, David Hill und Nicholas McGegan. Im März 2017 gab sie ihr Debüt am Lincoln Center. Sie ist eine der sechs Sänger der 8. Akademie Le Jardin des Voix.
Natasha Schnur singt regelmäßig mit dem Rastatter Vocalensemble und im RIAS Kammerchor.
Friederike Sieber
Die Pianistin Friederike Sieber wuchs in Schwäbisch Gmünd auf und wurde schon während ihrer Zeit an der Städtischen Musikschule mit zahlreichen Preisen in den Landes- und Bundeswettbewerben von „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Sie studierte zunächst Klavier in Nürnberg, darauf folgend Liedgestaltung an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim bei Heike-Dorothee Allardt und schloss 2014 mit Bestnote ab. Seit 2014 erweiterte sie ihre Fähigkeiten an der HfMT Hamburg bei Prof. Burkhard Kehring, zunächst im Masterstudiengang Liedgestaltung. Anschließend absolvierte sie das Konzertexamen, welches sie Anfang 2019 „mit Auszeichnung“ besonders erfolgreich bestand. Friederike Sieber lebt in Hamburg, begleitete das mehrfach preisgekrönte „Ensemble Vocapella Limburg“ bei seiner ersten CD-Produktion und gibt zahlreiche Liederabende. Konzertreisen führten sie bereits durch ganz Deutschland sowie nach Österreich, Italien, Polen, Ungarn, Serbien, Rumänien, Island und Grönland. Sie erhielt den „Festival-Chance-Preis“ beim Internationalen Wettbewerb „Münchner Klavierpodium“, den 2. Preis beim "Wettbewerb für Duo mit Moderation" in Mannheim, den 2. Preis des "Gustav-Mahler-Wettbewerbs" in Hamburg sowie 2019 den Kulturpreis „Blauer Löwe“ des Landkreises Harburg. Friederike Sieber war während ihres Studiums Stipendiatin der Stiftung „Yehudi Menuhin Live Music Now“.
Das Konzert beginnt um 19 Uhr
Eintritt 12 Euro (ermäßigt 6 Euro)
Karten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich