Schwäbisch Gmünd (sv). Am Sonntag, 17. September, um 19 Uhr laden die Städtische Musikschule und das Kulturbüro zum Schwörhauskonzert "Busoni und seine Polyphonie" mit Victor Nicoara (Klavier) ein.
Victor Nicoara (geboren in Bukarest, Rumänien) begann im Alter von sieben Jahren Klavier zu spielen, mit 14 zu komponieren und teilt seitdem seine Zeit und Energie zwischen diesen beiden Leidenschaften auf. Er scheut sich nicht, stets neue Pfade zu betreten und konzentriert sich einerseits auf die Entwicklung eines eigenen persönlichen Repertoires, andererseits auf das Erschaffen ehrlicher, bedeutsamer musikalischer Räume in der Komposition. Er schloss sein Masterstudium am Royal College of Music in London bei Andrew Ball in Klavier, sowie bei Huw Watkins und Jonathan Cole in Komposition ab. Außerdem erhielt er wertvolle Anregungen von weiteren Mentoren, unter denen die wichtigsten Jacques Rouvier, Vitaly Margulis, Fabio Bidini im Klavier, sowie Dan Dediu, Julian Anderson, Ștefan Niculescu für Komposition waren.
Victors Konzerte haben ihn durch ganz Europa und den mittleren Osten geführt. Victor hat sich immer schon für weniger bekannte Werke begeistert. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er den Kompositionen von Ferruccio Busoni, dessen Stücke bei seinen Konzertprogrammen fast allgegenwärtig sind. 2021 erscheint im Label Hänssler Classic Victors Début solo Album, in dem er Busonis Originelle Werke präsentiert. Die CD hat große Anerkennung für die auf ihr Interpretationstiefe und beeindruckenden Klangfarbpalette in führenden Medien erhalten.
Unter den ungewöhnlicheren musikalischen Beschäftigungen befinden sich Victor Nicoaras umfangreiche Erfahrung als Begleitung im Cabaret Repertoire von Hollaender, Weill, Kreisler und Anderen, womit er regelmäßig im Theater im Palais Berlin auftritt. Ein Interesse am Harmonium entwickelnd, spielt Victor das Instrument oft im Rahmen von Orchester- und Opernaufführungen, wie zuletzt in Korngolds „Die Tote Stadt“ am Theater Bremen.
Neben seinen rein musikalischen Aktivitäten verfolgt Victor mehrere Kunstübergreifende Interessen. Er ist Teil einer langjährigen Theater-, Film- und Musik-Kollaboration mit dem Schauspieler und Produzenten Jon Kiriac (Berlin), mit dem er schon an zahlreichen Projekten zusammengearbeitet hat. Auch mehrere Soundtracks für wurden von Victor Niciara komponiert. Er war musikalischer und dramaturgischer Berater für mehrere Spielfilme. Von 2009 bis 2016 war Victor ein beständiges Mitglied des Internationalen Mahler Orchesters, wo er auch die Position des Ko-Direktors der Kammermusikserie innehatte und als Mitglied des Orchesterrates tätig war. Zukünftige Pläne beinhalten weitere Erforschungen der Musik Busonis , welche die Realisation einer neuen solo-Klavier Version der Fantasia Contrapuntistica beinhalten. Die Erkundung der Werke von Philipp Jarnach einem zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Busoni-Protége), sowie Werke von E. W. Korngold stehen an.
Auf dem Programm stehen:
F. Busoni - Sieben kurze Stücke zur Pflege des polyphonen Spiels
Werke von Benedict Mason, Larry Sitsky, Victor Nicoara und Ronald Stevenson, von Busoni’s Sieben kurze Stücke inspiriert
Felice Boghen - Fuga Chromatica über ein Thema von Ferruccio Busoni
F. Busoni - Fantasia Contrappuntistica (neue Fassung von Victor Nicoara)
Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 7,50 EURO. Weitere Informationen gibt es in der städtischen Musikschule unter der Rufnummer: 07171/39021.