Schwäbisch Gmünd (sv). Die Corona-Pandemie hat zu bislang noch nicht geahnten Ausmaßen, für unser gesellschaftliches Zusammenleben geführt. Auch für die Gmünder Sportvereine sind die Auswirkungen noch nicht absehbar. In jedem Fall ist hier vor allem durch den Wegfall des Spielbetriebs und aller weiteren Vereinsaktivitäten mit einem enormen finanziellen Ausfall zu rechnen. Wie lange dieser Zustand noch anhält ist noch nicht abzusehen.
Um den Sportvereinen ein erstes Hilfsangebot zu ermöglichen, hat sich die Gruppe der Gmünder Profisportler um Carina Vogt, Kai Häfner, Andreas Hofmann, Dominik Kaiser, Simon Tischer und Alexander Zorniger entschlossen, die in diesem Jahr eingeplanten Fördermittel in einen Corona-Hilfsfonds für die Gmünder Sportvereine umzuwandeln.
Die für 2020 eingeplanten Spendengelder der Profis werden um weitere 10 000 Euro erhöht, somit stehen ab sofort 20 000 Euro zur unbürokratischen Einzelfallhilfe für die Gmünder Sportvereine zur Verfügung. "Dies ist ein starkes Signal der Solidarität unserer Gmünder Sportprofis, für die Sportvereinen und alle Mitglieder in unserer Stadt," betont Klaus Arnholdt, Leiter des Amts für Bildung und Sport in einem Schreiben zu dieser Hilfe an die Vereine.
Die Mittel können direkt beim Amt für Bildung und Sport: bildungundsport@schwaebisch-gmuend.de formlos beantragt werden; sie sollen als Zuschuss für den aus der Corona-Krise entstanden Wegfall des Spiel- und Trainingsbetriebs verwendet werden (z.B. fehlenden Einnahmen aus Wettbewerben, Ligabetrieb, Eintrittsgeldern, Bewirtungserlösen etc.). Die Gmünder Sportler wollen dadurch einen kleinen Beitrag für den Einnahmeausfall aus dem Sportbetrieb leisten und einen Neustart nach Rücknahme der Einschränkungen des Landes unterstützen. Wann dies sein wird ist noch offen, derzeit gilt die Verordnung des Landes bis 20. April. Klaus Arnholdt weist in dem Schreiben außerdem darauf hin, dass der Rettungsschirm des Landes analog auch für Sportvereine Anwendung findet. Dies betrifft vor allem Vereine die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Das Land wolle mit den Maßnahmen des Rettungsschirmes ein Vereinssterben vermeiden. Arnholdt: "Wir alle brauchen auch nach der Corona-Krise ein attraktives und umfassendes Angebot unserer Sportvereine."
Für Fragen wie die Mittel der Gmünder Profisportler beantragt werden können, steht das Amt für Bildung und Sport unter Telefon 07171/603-4012 zur Verfügung.