Schwäbisch Gmünd (sv). Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat einen weiteren Schritt zur Entlastung der Familien in der Kinderbetreuung angekündigt. In einer am 14. Mai veröffentlichten Pressemitteilung des Ministeriums wird ein rollierendes System zur sukzessiven Öffnung des Betriebs der Kindertagesstätten angekündigt. Die konkreten Eckpunkte der weiteren Öffnung der Kitas sollen mit der Fortschreibung der Corona-Verordnung voraussichtlich am Samstag, den 16. Mai bekannt gegeben werden.
Stadt plant zunächst mit Priorität für Vorschulkinder
„Die schrittweise Rückkehr zur Normalität in der Kinderbetreuung und damit eine weitere Entlastung der Gmünder Familien liegt mir am Herzen“ erklärt Oberbürgermeister Richard Arnold. „Vor allem die Vorschulkinder, welche ab Herbst in die Schule kommen, sollen in einer ersten Phase wieder in die Kitas kommen. Hinzu kommen Kinder die einen Integrationsbedarf haben, auch diese werden prioritär aufgenommen“ so der Oberbürgermeister weiter.
„Bereits gestern haben wir in einem Elternbrief die geplante Erweiterung angekündigt, und die Kitaträger entsprechen informiert. Am Dienstag werden wir uns in einer Videokonferenz mit allen Trägern über die Einzelheiten des eingeschränkten Regelbetriebes abstimmen. Ziel ist es möglichst allen Kindern zeitweise einen Besuch der Kindertagesstätte zu ermöglichen“ teilte der Erste Bürgermeister der Stadt, Dr. Joachim Bläse mit.
Der Vorlauf für die Ausweitung der Betreuung ist notwendig, um sich auf Basis der angekündigten Rechtsverordnung, sowie den personellen und räumlichen Voraussetzungen in den jeweiligen Kindertagesstätten auf den möglichen Betreuungsumfang einzurichten.
„Mit der neuen Corona-Verordnung, die am Wochenende notverkündet werden soll, können alle Träger ab Montag die individuellen Konzepte für ihre jeweiligen Kitas erarbeiten. Am Dienstag schaffen wir durch die Abstimmung mit allen Trägern eine Verbindlichkeit, die wir dann rechtzeitig zum Start am Montag, 25. Mai, ab dem kommenden Mittwoch, 20. Mai mit den Eltern kommunizieren können“ erläutert Klaus Arnholdt, der Leiter des Amts für Bildung und Sport der Stadt den anstehenden Fahrplan.
Träger, Leitungen und die Teams stehen hier vor einer großen Herausforderung und arbeiten nun intensiv an den Lösungen für die einzelnen Einrichtungen. Fest steht, dass auch über den 15. Juni hinaus ein auf 50 Prozent der Kinder begrenzter Betrieb besteht und nur die Hälfte der Kinder jeweils gleichzeitig in der Einrichtung sein können.
Die Stadt schlägt den Trägern daher vor auch die Elternbeiträge für den Monat Juni, für Kinder die nicht in vollem Umfang betreut werden, auszusetzen. Kinder die an verschiedenen Tagen die Kitas besuchen, sollen hierfür einen Tagessatz an Elternbeiträgen zahlen. Dieser wird auf ein zwanzigstel des Monatsbeitrages der jeweiligen Betreuungsform festgesetzt und nachträglich verrechnet.
Die Kitaleitungen werden die Eltern über die mögliche Aufnahme nach den dargestellten Kriterien informieren, die Eltern können ihre Kinder dann direkt in der jeweiligen Kita anmelden.
Unberührt bleiben weiterhin die Kriterien der Notbetreuung für Kinder von Eltern aus systemrelevanten oder präsenzpflichtigen Berufen. Derzeit werden im Rahmen der Notbetreuung rund 200 Kinder in Kitas betreut. Insgesamt sind ca. 2 500 Kinder an den Gmünder Kindertagestätten angemeldet.