Schwäbisch Gmünd (sv). Die Städtische Musikschule lädt am Sonntag, 29. Januar, 11 Uhr, zu französischer Musik mit Posaune und Klavier in den Schwörsaal ein. Die Posaune wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Komponisten in Paris als melodisch flexibles, gesangliches Soloinstrument entdeckt. Fortan schufen Komponisten wie Camille Saint-Saëns gesangliche, oft auch bravouröse und virtuose Werke für Posaune und Klavier. Das Programm „Impressionen“ möchte die Atmosphäre dieser Zeit mit all ihrem Licht, ihrer Verträumtheit und ihrer Leichtigkeit einfangen.
Der Posaunist Henning Wiegräbe leitet als Professor die Posaunenklasse an der Musikhochschule Stuttgart. Schon während seiner Zeit als Soloposaunist bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz widmete der Musiker sich immer mehr der Alten Musik. Neben seiner Arbeit als Solist mit Orchestern, ist der Posaunist begeisterter Kammermusiker. Ein besonderes Anliegen von Henning Wiegräbe ist die Erforschung und Erweiterung des Repertoires für Posaune. Das reicht vom Aufstöbern und der Aufführung noch unbekannter Werke der Renaissance und des Barock bis zur Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und musikalischen Grenzgängern wie Peter Lehel und Daniel Schnyder.
Tayuko Nakao-Seibert wurde in Tokio geboren und wuchs in Japan und Indonesien auf. Die Ausbildung ergänzte die Musikerin durch zahlreiche Meisterkurse mit namhaften Musikern. Bereits im Studium erhielt Tayuko Nakao-Seibert Lehraufträge an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seit 2012 ist die Pianistin Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 2002 erhielt die Musikerin den 3. Preis beim 3. Internationalen Wiener Pianistenwettbewerb. In der vielfältigen Konzerttätigkeit als Kammermusikerin, Orchesterpianistin und Solistin war die Pianistin außerdem unter anderem bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der Internationale Messiaen-Woche und der Neue-Musik- Konzertreihe „atacca“ in Stuttgart zu Gast.
Auf dem Programm stehen Werke von Camille Saint-Saëns, Alexandre Guilmant, Maurice Ravel, Claude Debussy und anderen. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro. Die Karten sind an der Abendkasse erhältlich.